Wie wird die Behandlungsmethode festgelegt?

Jede kieferorthopädische Behandlung startet mit einer umfassenden Diagnose. Es geht demnach darum, den aktuellen Zustand zu erfassen und zu dokumentieren, damit auf der Basis dieser „Bestandsaufnahme“ ein Behandlungsplan erarbeitet werden kann.

Wie aber erfasst man den aktuellen Zustand von Kiefer und Zähnen? Dafür gibt es eine Reihe von Methoden, die allesamt ineinandergreifen. So schießt man standardisierte Fotos von Gesicht und Zähnen, etwa um die Auswirkungen einer Kieferfehlstellung auf Gesichtssymmetrie oder -profil zu dokumentieren. Angefertigt werden zudem Abdrücke und Gipsmodelle des Ober- und Unterkiefers, damit Zähne und Kiefer dreidimensional vermessen werden können. Ein Panoramaröntgenbild der Zähne gibt Aufschluss darüber, ob einer oder mehrere Zähne nicht angelegt sind, wie die Zähne geformt sind, wie die Zahnwurzeln im Kiefer liegen, ob Weisheitszähne vorhanden sind und ob möglicherweise Zähne wegen Platzmangels nicht herauswachsen können. Und schließlich wird der Schädel noch von der Seite geröntgt, um zu zeigen, wie die Zähne zum Kiefer geneigt sind.

All diese Unterlagen dienen nicht nur der Dokumentation und später der Messung des Behandlungsfortschritts, sie werden auch herangezogen, um den Patienten – bei Kindern und Jugendlichen natürlich auch deren Eltern – die Maßnahmen zur Behandlung eingehend und anschaulich zu erläutern. In diesem Gespräch geht’s nicht nur um die Diagnose und die angedachte Behandlung, es werden vielmehr auch mögliche Alternativen aufgezeigt. Und genügend Zeit, um noch offene Fragen zu beantworten und Zweifel auszuräumen, nehmen wir uns natürlich auch. 

Die allermeisten Unterlagen liegen übrigens in digitaler Form vor. Das macht es einfach, sie auch für den Hauszahnarzt oder andere Fachärzte verfügbar zu machen. Und sollte der Patient sie für sein persönliches Archiv brauchen, ist das auch kein Problem.